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Kyle ein Schüler von Will erzählt nun etwas über 'Will Fratalli '...

 

Erstes Auftreten:
Auf die Frage: Wer er den sei an der Türe kam von Ihm nur ein >>Mary Poppins ! Dein Privatlehrer was sonst? Und keine Angst ich kann rein gar nichts sehen !<< als Antwort. Doch hörte ich Ihm damals nicht wirklich richtig zu.

Will Fratallis beschreiben:
Der Typ, war groß, Ende zwanzig und ein Oberstreber. Er hatte einen Koffer dabei, einen Stock mit einer Kristallkugel am ende des Griffes, trug abgewetzte Jeans, die zu weit waren, um zu sitzen, aber nicht weit genug, um cool zu sein, und dazu ein helles Hemd. Eindeutig staatliche Schule und nicht einmal eine coole staatliche Schule.

Erstes Gespräch:
Er rannte bei meinem Anblick nicht schreiend davon. Das war ein Pluspunkt für ihn. Ein Minuspunkt war, dass er mich nicht anschaute. Er blickte irgendwie an mir vorbei.

>>Hier drüben!<< Ich winkte. >>Das wird nicht funktionieren, wenn Sie mich nicht einmal anschauen können.<<
Der Typ - Will - lachte. >>Das könnte ein bisschen schwierig werden.<<
>>Warum das?<< fragte Ich.
>>Weil ich blind bin.<< seine Antwort lies mich nur ein Oh. denken.
>>Oh, wow, tut mir leid. Ist das... Entschuldigen Sie. Möchten Sie sich setzen?<< Ich nahm seinen Arm.
Er riss sich los. >>Bitte lass das.<<
>>Sorry. Ich wollte nur helfen.<< Murmelte ich nur.
>>Grapsch nicht einfach Leute an. Wie würde es dir gefallen, wenn ich dich einfach anfassen würde? Wenn du Hilfe anbieten möchtest, dann frag zuerst nach, ob die Person sie braucht.<< Bekam ich sofort an den Kopf.
>>Okay, okay, tut mir leid.<< Das fing ja großartig an. Aber ich musste mit diesem Typen auskommen. >>Brauchen Sie Hilfe?<<
>>Danke, nein. Ich komme schon klar.<< Mit seinem Stock, kam er um das Sofa und setzte sich hin.

Über die Einstellungs Bedingungen:
Will und ich unterhielten uns eine weile, ehe sich herausstellte das mein Vater der ihn bezalte nichts über mich gesagt hatte.
>>Ich kann nicht glauben, dass er es Ihnen nicht gesagt hat.<<
>>Er stellte ein paar ziemlich seltsame... Bedingungen für meine Einstellung.<<
>>Welche zum Beispiel?<<
>>Er bot mir ein enormes Gehalt und die Verwendung einer Kreditkarte für alle Ausgaben - ich kann nicht sagen, dass ich mich dagegen sträubte. Er wollte, dass ich hier wohne. Das Gehalt würde durch ein Unternehmen gezahlt, und ich dürfte niemals nachfragen, wer er sei oder warum er mich engagiert hätte. Ich musste einen Dreijahresvertrag unterschreiben, der auf seinen Willen hin gekündigt werden kann. Wenn ich drei Jahre bliebe, würde er meine Studienkredite zurückzahlen und mich in ein Programm für Doktoranden schicken. Zum Schluss musste ich mich einverstanden erklären, dass ich mit meiner Geschichte nicht in die Medien gehe und auch kein Buch darüber schreibe. Ich dachte eher, du seist ein Filmstar.<<

Sein erster Tipp:
Will sagte, dass sich bei Blinden die anderen Sinne - das Gehör oder der Geruchssinn - stärker ausbilden, um das auszugleichen.

Lehrzeiten und Überraschungen:
Normalerweise las ich morgens, und nachmittags sprachen wir darüber. Will kam immer egen elf. An einem Samstag kam Will nicht. Es wurde später Nachmittag als ich: >>Will, der freie Tag ist zu Ende!<<, schrie ich.
Keine Natwort. Ich schaute in den übrigen Stockwerken nach. Kein Will. Schließlich ging ich zurück in meine Wohnung.
>>Kyle, bist du das?<< Seine Stimme kam aus dem Garten. Seit meinem ersten Tag hier war ich dort nicht mehr gewesen. Es zu deprimierend, den zweieinhalb Meter hohen Zaun zu sehen, den Dad eigens hatte errichten lassen, um mich vo den Blicken der Leute zu schützen, deshalb hatte ich die Vorhänge zugelassen. Aber jetzt war Will draußen.
>>Kannst du mir kurz helfen, Kyle?<<
Ich trat hinaus. Will war von Töpfen und Pflanzen, Erde und Schaufeln umgeben. Um genau zu sein, saß er gerade zwischen einem riesigen Sack Erde und einer Mauer fest.
>>Will, Sie sehen ja schlimm aus!<<, brüllte ich durch die Glastüre.
>>Ich kann nicht sagen, wie du aussiehst<<, sagte er. >>Aber wenn du so aussiehst, wie du klingst, dann siehst du wie ein Volltrottel aus. Bitte hilf mir.<<
Ich ging hinaus und half ihm, den Sack zu heben. Erde fiel heraus und landete vor allem auf Will. >>Sorry.<<
Und da sah ich, dasser Rosen gepflanzt hatte. Dutzende von Sträuchern. Rosen in zuvor leeren Blumenbeeten. Rosen in Töpfen und Kletterrosen, die sich um Spaliere rankten in allen möglichen Farben. >>Was hat das mit den Rosen auf sich?<<, fragte ich.
>>Ich mag Gartenarbeit und den Duft von Rosen. Ich hatte es satt, dass du hier dauernd bei vorgezogenen Vorhängen Trübsal bläst, und dachte, ein Garten könnte das Ganze etwas aufheitern.<<
>>Woher weißt du, dass die Vorhänge zu sind?<<
>>Ein Zimmer ist kalt, wenn es ganz geschlossen und leer ist. Seit ich hier bin, hast du keine Sonne gesehen.<<
>>Glauben Sie, daran ändert sich was, wenn Sie ein paar Blumen pflanzen? Klar, das ist dann so wie in diesen Reality-Soaps- >Kyles Leben war leer und hoffnungslos. Durch die Rosen wurde alles anders.< Ist es das, was Sie damit bezwecken wollen?<<
Will schüttelte den Kopf. >>Jeder kann ein wenig Schönheit brauchen...<<
>>Was wissen Sie schon von Schönheit? SIe können ja nicht mal mich von jemand anderem unterscheiden.<<

Wie er darauf Reagierte und Kyle dabei lernte:
>>Ich war nicht immer blind. Als ich klein war, hatte meine Großmutter einen Rosengarten. Sie brachte mir bei, wie man sie pflegte. >Eine Rose kann dein Leben verändern<, sagte sie immer. Als ich zwölf war, starb sie. Das war im selben Jahr, in dem ich allmählich meine Sehkraft verlor.<<
>>Allmählich?<< Gleichzeitig dachte ich, yeah, eine Rose kann dein Leben verändern.
>>Zuerst konnte ich nachts nicht mehr sehen. Dann kam der Tunnelblick, was mich wahnsinnig macht, weil ich deswegen nicht mehr Baseball spielen konnte. Das kotzte mich an, weil ich ziemlich gut war. Am Ende konnte ich fast gar nichts mehr sehen.<<
>>Wow, da sind Sie bestimmt voll ausgeflippt.<<
>>Danke für das Mitgefühl, aber komm mir nie wieder mit diesem Reality-Soap-Quatsch.<< Will roch an einer roten Rose. >>>>Der Geruch erinnert mich an diese Zeit. Ich kann sie vor meinem geistigen Auge sehen.<<

Wieder was gelerntes:
>>Ich rieche gar nichts.<<
>>Versuch es mit geschlossenen Augen.<<
Ich versuchte es. Er berührte meine Schulter und führte mich zu den Blumen.
>>Okay, jetzt riech.<<
Ich so die Luft ein. Er hatte recht. Die Luft war von Rosenduft erfüllt.
>>Woher wussten Sie, welche Sie kaufen sollten?<<
Meine Augen waren noch immer geschlossen.
>>Ich bestellte, was ich wollte, und hoffte das Beste. Als sie geliefert wurden, markierte ich sie mit Farben. Farben kann ich ein bisschen erkennen.<<
>>Ach so?<< Noch immer hatte ich die Augen geschlossen. >>Welche Farbe haben dann die hier?<<
Will ließ mich los. >>Das sind die in dem Topf mit dem Amor-Gesicht.<<
>>Aber welche Farbe haben sie?<<
>>Die in dem Amor-Blumentopf sind weiß.<<
Ich öffnete die Augen. Weiß. Die Rosen, die eine solch starke Erinnerung geweckt hatten, waren weiß. Mir fiel ein, was Magda damals gesagt hatte: >>Wer die kostbaren Dinge im Leben nicht erkennt, wird niemals glücklich sein.<<
>>Möchtest du mir helfen, die übrigen einzupflanzen?<< fragte Will.
Ich zuckte die Achseln. >>Immerhin etwas zu tun.<<
Will musste mir zeigen, wie viel Erde in den Topf kam, wie viel Torf und wie viel Dünger.
>>Unser Stadtkind macht das wohl zum ersten Mal<<, stichelte er. Dann kickte er den Beutel mit dem Dünger in meine Richtung, um mich daran zu erinnern, dass ich das als Nächstes hineintun musste.

Kündigungs Androhung:
Ich hatte meinen Namen gewechselt, da ich mit meinem Alten Leben abschliessen wollten. Deswegen nannte Ich mich nun Adrian, ebenso nannten mich ab sofort auch Will und Magda.

>>Adrian, wir müssen reden.<<
Ich lag noch im Bett, als Will mit Pilot Magdas Hund herein kam. Ich hatte mit halb geschlossenen Augen durch das Fenster in den Garten hinausgeschaut, den er gepflanzt hatte.
>>Die meisten Rosen sind tot, Will.<<
>>So ist das mit Blumen. Es ist Oktober. Bald sind sie ganz verschwunden - bis zum Frühling.<<
>>Ich helfe ihnen, wissen Sie? Wenn ich sehe, dass eine braun wird, aber nicht abfällt, dann helfe ich nach. Die Dornen machen mir nichts aus. Ich verheile schnell.<<
>>Es hat also auch Vorteile.<<
>>Ja, ich glaube, es ist gut, wenn ihnen jemand hilft zu sterben. Wenn man sieht, wie etwas so kämpft. Sie sollten nicht so leiden müssen. Finden Sie nicht auch?<<
>>Adrian...<<
>>Manchmal wünschte ich, jemand würde mir so helfen.<< Ich sah, wie Will mich anstarrte. >>Aber es gibt einige wie diese rote Rose, die sich noch immer an den Zweig klammern. Sie fällt nicht ab. Das macht mich rasend.<<
>>Adrian, bitte.<<
>>Möchten Sie nicht über Pflanzen sprechen? Ich dachte, Sie lieben Pflanzen. Sie waren derjenige, der sie gepflanzt hat.<<
>>Ich liebe Pflanzen. Aber eigentlich möchte ich jetzt über unseren Unterricht sprechen.<<
>>Was ist damit?<<
>>Wir haben keinen. Ich wurde als Lehrer eingestellt, und seit kurzem bedeutet das, dass ich eine Menge Geld kassiere, um hier zu wohnen und meine Lektüre aufzuholen.<<
>>Und das ist nicht in Ordnung für Sie?<< Draußen wehte die letzte rote Rose in einem plötzlichen Windstoß davon.
>>Nein, ist es nicht. Geld zu nehmen und nichts dafür zu tun ist Stehlen.<<
>>Stellen Sie es sich wie eine Umverteilung von Reichtum vor. Mein Dad ist ein reicher Mistkerl, der nicht verdient, was er hat. Sie sind arm und verdienen dieses Geld. Es ist wie bei diesem Typen, der die Reichen ausraubte, um es den Armen zu geben. Ich glaube, darüber gibt es ein Buch.<<
Ich bemerkte Pilot, der Will zu Füßen saß. Ich wackelte mit dem Finger, um ihn zu mir zu locken. >>Ich lerne doch trotzdem. Ich habe den Glöckner, Das Phantom der Oper und Frankenstein gelesen. Jetzt lese ich Das Bildnis des Dorian Gray.<<
Will lächelte.>>Ich glaube, ich erkenne da ein Motiv.<<
>>Das Motiv ist Dunkelheit - Menschen, die in Dunkelheit leben.<< Ich versuchte weiterhin, Pilot mit dem Finger zu mir zu locken. Der dämliche Hund kam aber nicht.
>>Vielleicht können wir über die Bücher diskutieren. Hast du irgendwelche Fragen über...<<
>>Dieser Typ, Oscar Wilde - war er schwul?<<
>>Siehst du? Ich wusste, du hast einige scharfsinnige EInblicke gewonnen, etwas Kluges beizutragen, um...<<
>>Ach, machen Sie mir nichts vor, Will. War er schwul oder nicht?<<
>>Bekanntermaßen war er das.<< Will ruckte an Pilots Halsband. >>Der Hund kommt nicht zu dir, Adrian. Er ist ebenso angewidert wie ich, weil du nachmittags um eins noch im Schlafanzug im Bett liegst.<<
>>Woher wollen Sie wissen, ob ich noch im Schlafanzug bin?<< Das war ich tatsächlich.
>>Ich kann dich riechen. Der Hund mit Sicherheit auch. Und wir sind beide angewidert.<<
>>Okay, bin gleich angezogen. Zufrieden?<<
>>Könnte sein - vor allem, wenn du auch noch eine Dusche nimmst.<<
>>Okay,okay. Aber erzählen Sie mir bitte etwas über Oscar Wilde.<<
>>Er wurde vor Gericht gestellt, als er eine Affäe mit dem Sohn eines Adeligen hatte. Der Vater des jungen Mannes behauptete, Wilde hätte seinen Sohn zu dieser Beziehung verleitet. Er starb im Gefängnis.<<
>>Ich bin im Gefängnis<<, sagte ich.
>>Adrian...<<
>>Stimmt doch. Wenn man ein Kind ist, sagen sie einem, dass es auf die inneren Werte ankäme. Das Aussehen spiele keine Rolle. Aber das ist nicht wahr. Typen wie Phoenus im Glöckner oder Dorian oder der alte Kyle Kingsbury - sie können sich Frauen gegenüber wie Drecksäcke aufführen und trotzdem damit wegkommen, weil sie so gut aussehen. Hässlich zu sein ist eine Art Gefängnis.<<
>>Das glaube ich nicht, Adrian.<<
>>Der Blinde mit dem Durchblick. Ob Sie es glauben oder nicht. Es ist aber so.<<
Will seufzte. >>Adrian, können wir jetzt auf das Buch zurückkommen?<<
>>Die Blumen sterben, Will.<<
>>Adrian. Wenn du nicht aufhörst, den ganzen Tag zu schlafen, und mich dich nicht unterrichten lässt, dann kündige ich.<<
Ich starrte ihn an. Ich wusste, dass er wütend auf mich war, aber ich war nicht auf den Gedanken gekommen, dass er gehen könnte.
>>Aber wohin würden Sie gehen?<<, fragte ich. >>Es muss schwierig für Sie sein, einen Job zu finden, wenn Sie... ich meine, Sie sind...<<
>>Es ist schwierig. Die Leute gehen davon aus, das man nicht alles kann, und wollen das Risiko nicht eingehen. Sie halten einen für eine Belastung. Bei einem Vorstellungsgespräch fragte mich mal ein Typ:>Was, wenn Sie stolpern und einen Schüler verletzen?< <<
>>Deshalb endeten Sie als Privatlehrer für einen Loser wie mich.<<
Er nickte nicht und sagte auch nicht ja. Er sagte: >>Ich habe viel gelernt, damit ich überhaupt arbeiten kann und nicht von jemand anderem finanziert werden muss. Das kann ich nicht aufgeben.<<
Er redete über mein Leben. Das war genau das, was ich gerade tat - von Dads Geld leben. Und das würde immer so bleiben, wenn ich keinen Weg fände, den Fluch zu brechen.
>>Sie müssen tun, was Sie tun müssen<<, sagte ich. >>Aber ich möchte nicht, dass Sie gehen.<<
>>Dafür gibt es eine Lösung. Wir nehmen unsere regelmäßigen Unterrichtsstunden wieder auf.<<
Ich nickte. >>Nicht heute, aber morgen. Heute muss ich etwas anderes erledigen.<<
>>Bist du sicher?<<
>>Ja. Morgen. Ich verspreche es.<<